Kulturprojekte Archiv - Auswahl


Produktionsleitung | Abschlusskonzert der Jüdischen Woche 2019 in Leipzig

Mit einem besonderen chorsinfonischen Konzert ging die Jüdische Woche 2019 in Leipzig zu Ende: Israelis und Deutsche, Jugendliche und Erwachsene, Laien und Profis fanden sich im Leipziger Hauptbahnhof zum gemeinsamen Musizieren jüdischer Musik zusammen. Aufgeführt wurde „Avodath Hakodesh“ (Sabbat-Gottesdienst) von Ernest Bloch (1880-1959), ein selten zu hörendes, epochales Werk für Kantor, Rabbiner, Chor und großes Orchester.

Mitwirkende: Leipziger Synagogalchor, Moran Choir (Israel), GewandhausJugendchor, Leipziger Vokalkollektiv, Männerstimmen des MDR Kinderchores, Chorpaten des MDR Rundfunkchores, Jugendsinfonieorchester Leipzig, Kantor Assaf Levitin – Bariton

Landesrabbiner Zsolt Balla – Sprecher, Ludwig Böhme – Gesamtleitung

Termin: 30. Juni 2019, 17 Uhr

Ort: Osthalle Hauptbahnhof Leipzig

Foto: ECE, Daniel Reiche



Projektleitung | Musikalische Veranstaltungen zum Clara Schumann Jahr

Festtage Leipziger Romantik – Clara Schumann im Fokus

Zum fünften Mal richtet der gleichnamige Verein die Festtage „Leipziger Romantik“ aus, die in diesem Jahr Clara Schumann in den Fokus rücken.

 

Samstag, 18. Mai 2019, 21.00 Uhr, Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli

CLARA - Licht-Klang-Bilder

Eigens für die fünften Festtage Leipziger Romantik konzipiert, stehen Carolina Eyck, David Timm und der Fluxuskünstler Dieter Puntigam erstmalig gemeinsam auf der Bühne. Inspiriert von Originalwerken Clara Schumanns verbinden sie Theremin, Klaviermusik, Live-Painting und Lichtinstallationen zu einem einzigartigen Erlebnis für die Sinne.

So 19.5.2019, 17.00 Uhr, Treff: Fachwerkhaus Heiterblickstr. 8, 04347 Leipzig

CLARA bewegt – Ein Musik-Theater-Spaziergang

Heike Hennig, die bekannte Regisseurin und Choreografin, gerade zurück von einer Produktion in Matera, der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, inszeniert einen Musik-Theater-Spaziergang mit der Pianistin Ragna Schirmer und einem fahrbaren Klavier durch Leipzig-Abtnaundorf, in dem Clara oft zu Besuch war. Gezeigt wird Clara Schumann als Musikerin, Mutter, Reisende, Haushaltorganisierende und Freundin. Das Publikum wandelt zusammen mit Ragna Schirmer, Axel Thielmann, Carolin Masur und Claudia Wiedemer auf einem Spaziergang durch Stationen ihres Lebens, ihre Konzertreisen, ihr Familienleben, der mit einem Abschlusskonzert am Teich endet.

Montag, 20. Mai 2019, 19.30 Uhr Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli
CLARA – Uraufführungskonzert
Rekonstruktion des Gewandhauskonzertes vom 9.11.1835
Das Konzert am Todestag Clara Schumanns wiederholt das „Extraconcert“, in dem ihr Klavierkonzert uraufgeführt wurde. Zum ersten Mal erklang in diesem Konzert ein Werk Johann Sebastian Bachs in einem Konzertsaal: das „Concert D Moll für drei Claviere“. Neben Clara Wieck und Louis Rakemann spielte Mendelssohn Bartholdy eines der drei Klaviere, der als frischgebackener Gewandhauskapellmeister such das Konzert leitete. Außerdem zu hören „Capriccio brillant“ von H. Herz sowie Arien von Rossini und Mozart.

Leipziger Symphonieorchester; Bass: Tobias Berndt; Klavier: Ragna Schirmer, David Timm, Jan Vorrath; Leitung: David Timm

Di. 21.05.2019, 20.00 Uhr, Hörsaal für Anatomie

CLARA - Instrumente ihres Lebens

In den über 60 Jahren, in denen Clara Schumann eine international gefragte Konzertpianistin war,  entwickelte sich die Klavierbautechnik maßgeblich. Clara gab nicht nur Konzerte, sondern auch Anregungen für den Klavierbau. Auf sieben Flügeln wird Ragna Schirmer, eine der führenden Pianistinnen Deutschlands, Stücke der jeweiligen Zeit spielen und so die Unterschiede im Klavierbau zu Gehör bringen. Zudem wird sie ein Auftragswerk für Klavier uraufführen.

Mit Ragna Schirmer, Pianistin; Als Gesprächsparner: Claudia Forner als Biografieexpertin, Matthias Arens, Klavier- und Cembalobauer und die Komponistin Svenja Reis, Moderation: Peter Korfmacher

leipziger-romantik.de

Termine: 18. / 19. / 20. / 21.05.2019
Orte: Leipzig | Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli,  Abtnaundorfer Park, Hörsaal der Anatomie

Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli


Clara bewegt - Ein Musik-Theater-Spaziergang im Abtnaundorfer Park mit Ragna Schirmer am Klavier;
Inszenierung: Heike Hennig | Foto: Hendrik Pupat

CLARA - Instrumente ihres Lebens mit Ragna Schirmer am Klavier



Projektleitung | Festival Bewegungskunstpreis

Das Festival rund um den Bewegungskunstpreis 2018 findet am 1.+2. Februar 2019 in Leipzig statt und ist Schaufenster der besten freien Theaterproduktionen der Stadt sowie Szene- und Branchentreff. Eine Fachjury, bestehend aus fünf Leipziger Kulturexperten, wählte aus den insgesamt 21 Einreichungen die drei Besten der Saison 2017/2018 aus, woraus am Ende des Festivals der Sieger gekürt wird.

Die für den Preis nominierten Stücke werden im Rahmen des Bewegungskunst-Festivals nochmals gezeigt und machen es damit zu einem Festival der Besten! Umrahmt werden die Aufführungen von der Leipzig-Short-Cuts-Revue zur Festivaleröffnung und der großen Bewegungskunst-Gala mit Stargast Bernadette La Hengst zum Abschluss.

www.bewegungskunstpreis.de

 

Termin: Fr. 01.02. / Sa. 02.02.2019

Orte: Leipzig | Kultur-und Kommunikationszentrum naTo e.V., Theater der Jungen Welt



„ZUM LICHT“- PERFORMANCE zum Reformationsjubiläum

Einer der Höhepunkte des Kirchentags auf dem Weg ist die Performance des Leipziger Künstlers Falk Elstermann, die Musik, Tanz und Disput zugleich abbilden wird. „Zum Licht“ lautet der Titel des 70-minütigen Open-Air-Spektakels zur Reformation, zu Glaubenskriegen, zu Toleranz und Versöhnung. Mit dabei:
Mendessohn Kammerorchester, Leipziger Vocalensemble, Ballett der Spinnerei, Ensemble Nobile, Solisten, Schauspieler, Leipziger Chöre. Gekoppelt mit Videoproduktionen, Sound- und Lichtdesign. Über Hundert Mitwirkende - siehe hier....

Termine: Fr. 26. und Sa. 27.05.2017

Ort: Leipzig, Marktplatz



Wittenberger Länderwochen zum Reformationsjubiläum 2017

Die Staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“ lud in Zusammenarbeit mit der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt vom 31. Mai bis zum 10. September 2017 zur Veranstaltungsreihe „Wittenberger Länderwochen“ ein. In dieser Zeit präsentierten sich die Bundesländer Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie die Stadt Leipzig auf dem frisch sanierten Lutherhof und im Lutherhaus in der Stadt des Thesenanschlags.

Den Auftakt der „Wittenberger Länderwochen" machte der Gastgeber Sachsen-Anhalt. Im Juni lud das Ursprungsland der Reformation zu Höhepunkten wie der Fotoperformance der Biennale-Künstlerin Iris Brosch oder dem hochgelobten Theaterstück „Shakespeare gesammelte Werke (leicht gekürzt)“ des Anhaltischen Theaters Dessau. Danach präsentierte sich die Stadt Leipzig mit touristischen Angeboten und kulturellen Beiträgen. Von Barockmusik, über Jazz bis Theater - gezeigt wurde ein Ausschnitt aus dem  Spektrum der reichhaltigen Leipziger Kulturszene. So setzen sich die Musiker mit dem Einfluss von Luther und der Reformation auf die Musik auseinander. Die Theatermacher stellen private Geschichten dar, in denen große Themen liegen und machen so Geschichte sinnlich erfahrbar. Mit dabei waren: Jazzquartett: RE:FORMATION, Junges Mitteldeutsches Barockensemble,  Stephan König Jazz-Trio & Tenor Martin Petzold, Maja Chrenko und Albrecht Wagner, die Leipziger TheaterschaffT und die Impro-Theatergruppe ADOLF SÜDKNECHT.

Nach Brandenburg, Rheinland Pfalz und Thüringen bot Ende August das Land Sachsen ein umfangreiches Programm, bevor im September Sachsen-Anhalt die Wochen abschloss.  

Termine: 31.05.-10.09.2017

Ort: Wittenberg | Lutherhaus und Lutherhof

Krönender Abschluss der Länderwoche Sachsen mit dem Konzert des Kinderchores der Oper Leipzig und der Jugendmusiziergruppe Michael Praetorius vor der Kulisse des Lutherhauses und dem Katharinenportal am 03.09.2017



Crowdfunding & PR | Studienaufenthalt und Austauschprogramm für Moskauer Kunststudenten 2017

Studierende des renommierten Moskauer Kunstinstitut Surikov, eine der führenden Kunstschulen Russlands, waren im Oktober 2017 zu einem vierwöchigen Studienaufenthalt nach Leipzig eingeladen. Gemeinsam mit hiesigen Studenten und Restauratoren wirkten sie mit an der Restaurierung der Ikonen der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig. Das Projekt war eine Mischung aus interkulturellem Austausch und Praxisseminar, für dessen Finanzierung eine Crowdfunding-Aktion gestartet wurde.

Warum Moskau? Warum Leipzig?

Warum sollten russische Kunststudenten nach Leipzig kommen, um Ikonen zu restaurieren? Das scheint auf den ersten Blick mehr als ungewöhnlich. Was viele nicht wissen: in Leipzig gibt es in der Russischen Gedächtniskirche St. Alexis eine der größten Ikonenwände in Europa. Die Ikonostase hat in Größe und Komplexität selbst für die Verhältnisse von Kirchen in Russland eine außergewöhnliche Dimension: Auf 18 Meter Höhe, 10 m Breite und in 7 Rängen sind 78 Ikonen zu finden. Mehr...

Austausch und Begegnung

Die Ikonen wurden zum ersten Mal restauriert. Diese einzigartige Möglichkeit sollte genutzt werden, um gemeinsam mit angehenden russischen Fachkräften an dieser bedeutenden Ikonenwand zu arbeiten. Neben dem fachlichen Austausch geht es auch um interkulturelle Verständigung. Gemeinsam an einem außergewöhnlichen Projekt zu arbeiten, sich fachlich zu ergänzen und voneinander zu lernen, bot dafür die besten Voraussetzungen.

Zum Studienaufenthalt gehörten Seminare zu Themen des Denkmalschutzes und der Restaurierung, ein Ausflug nach Dresden an die Hochschule für Bildende Künste und an das Landesamt für Denkmalpflege und Teilnahme am Stammtisch der Restauratoren eingeladen und sie bekamen Gelegenheit, die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig kennenzulernen.

Warum Crowdfunding? Wofür wird das Geld gebraucht?

Die technischen Kosten für die Restaurierung waren aus Fördermitteln abgedeckt. Aber um das Austauschprojekt mit den russischen Studierenden realisieren zu können, blieb nur der Weg des Crowdfundings – die neue Art der Projektfinanzierung, bei der viele Menschen gemeinsam eine Idee oder ein Projekt finanzieren. Das Geld wurde gebraucht für Kosten der Reise und des Aufenthaltes der sechs russischen Studierenden und einem Dozenten. Ausführliche Informationen zum Projekt: www.kunstretter-leipzig.de

Restaurator Oliver Tietze bei der Arbeit an einer Ikone